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Assembly

Assembly vom 21.12.2011

„Seid ihr alle da?“, wollte SV-Sprecherin Lea Feldmann lautstark wissen und eröffnete damit die jüngste Vollversammlung der IGS/RSplus Rheinzabern.  Wenige Stunden vor den Weihnachtsferien traf sich nochmals die Schulgemeinschaft, denn so einfach sollte die Schülerschar nicht in die Ferien entfleuchen. Da war noch einiges zu erledigen. Je jünger die Kids, desto lautstärker ihr „Jaaaa!“, vielleicht waren die „Senioren“ ganz einfach ausgelaugt von den zurück liegenden Unterrichtswochen und Weihnachtsmarkt-Wochenenden.

Es galt wieder, Zwischenbilanz zu ziehen, sich neue Vorsätze zu nehmen und danke zu sagen. Unter Moderation von SV-Sprecherin Lea Feldmann und ihrem „Assistenten“ Philipp Bien wurde ein abwechslungsreiches Programm „durch gezogen“, das wiederum die Vielfalt des schulischen Lebens erahnen und das Negative vergessen ließ. Gerade Letzteres wird allzu gerne überakzentuiert, während doch in Wirklichkeit sehr vieles ganz einfach „klappt“, ohne dass viel Aufhebens davon gemacht wird. Eingestimmt durch den „Kern-Chor“ wurden dann die Themen abgehandelt.

„Respekt an unserer Schule“, war das Anliegen von Pia und Jacqueline. Hier ging es um das „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg‘ auch keinem andern zu!“ Lukas und Lara hatten sich ein Thema zum Naserümpfen vorgeknöpft: „Plotze“, „Schmauche“, „Paffe“ – auch Rauchen genannt. Angeblich soll es abgenommen haben. Und da waren noch „Stinkbomben“ in Form von manipulierten Tischtennisbällchen. Nur lästige Streiche pubertierender Jungens? Nicht ganz ungefährlich und deswegen tabu!

Bettina Vierthalers Schützlinge berichteten von Besuchen in Spanien, Litauen und Finnland, wo sich die Schüler zum Thema Wasser trafen und den Gedanken des COMENIUS-Programms der EU mit Inhalt füllten. Interessant die Unterbringung bei Gastfamilien, um einen Einblick zu bekommen in die Lebensweise von Kindern in Europa. Vom Atlantik in Spanien bis zum Polarkreis in Finnland und zur Memel in Litauen waren die Rheinzaberner Kids schon gekommen. Und zum nächsten Meeting geht es nach Budapest, ehe im Mai 2012 in Rheinzabern das COMENIUS-Finale steigt.  „Wasser ist das Thema – Friede und Verständnis für einander aber das Ziel“, könnte man das COMENIUS-Programm beschreiben. Unter www.comenius-exeuwa.eu lässt sich sinnvoll im Internet „schmökern“.

Zwei Vorführungen der Tanzgruppe Rezzan Eßwein boten etwas für ‘s Auge, ehe Dank ausgesprochen wurde. SV und SEB-Sprecherin Maria Licciardo lobten dabei die „Ersatz-Mütter“, „Hilfsschneiderinnen“ und „Sanitäterinnen“ in einem, die „immer für uns da sind“. Sie sagen nie nie: Die beiden Perlen in Herrn Allmann Vorzimmer,  Christine Manoukian und Jasmin Trauth, erhielten Gutscheine für einen Kinobesuch. Auch den Lehrern wurde für Geduld und Engagement gedankt.

Was der 1. FCK nur mit Hängen und Würgen schafft, schafften einige Jungs der AG von Herrn Jenrich: Sie spielen, basteln, tüfteln und konstruieren in der First Lego League FLF mit, die als diesjähriges Thema für ihren weltweiten Wettbewerb „Lebensmittelsicherheit“ ausgeschrieben hatte. Selbst erfundene Roboter sollten dafür gebaut werden. Dass damit Technik- und Ingenieurswissen verbreitet werden sollen, liegt auf der Hand. Die FLF-Tüftler führten einen sog. Lego-mindstorm Roboter vor, der sein Tempo erhöhte, je lauter es im Saal wurde. Erinnert dies nicht irgendwie auch an Lehrer bei ihrem Verhalten während des Unterrichts?

Frau Virgulto führte dann mit der Parcour-AG zirkusreife Akrobatik vor, indem sie Schüler der Ganztagsschule über Kästen, Trampolins, Sprossenwände und Hochsprungmatten jagte. Ihre Pirouetten, Sprünge, Rollen, Räder und Salti zeigten Sport einmal anders.

Mit James Krüss‘ „Tannengeflüster“ und dem Weihnachtshit „In Africa is Christmas“ erinnerten die 5a und 5b ans Fest der Liebe und Lichter, das mit Siebenmeilenstiefeln näher rückte, auch wenn ein Baumarkt lautstark verkündet hatte: „Weihnachten wird gestrichen! Auf alle Farben 25%!“

Erneut konnte man – trotz fortgeschrittener Uhr – schier eine Stecknadel fallen hören, als Lehrer Gerhard Beil vom Schicksal des kleinen Nils erzählte, an dessen Genesungsprozess alle Schüler intensiv Anteil nehmen. Die Erleichterung war offensichtlich, als der Kleine auf der Großleinwand im Bild erschien. Es geht aufwärts – und ab Januar soll er sogar in die „normale“ Grundschule gehen. Alle guten Wünsche galten Nils und seiner Familie.

Schließlich gab es durch Herrn Allmann Belobigungen und kleine Preise in Form von Gutscheinen: Maria Eck, 6c, gewann den Vorlesewettbewerb. Marcel Heitz, neu in der 6c, hatte Zivilcourage gezeigt und bei einem Unfall schnelle Hilfe organisiert. Für Philipp u.a. gab es „Informatik Biber“. “Gutes tun und darüber reden!“, sagt Heiner Geißler immer wieder. Wie wahr!

Tosenden Beifall gab es dann für die Hausmeister „Joschi“ Adam, Jürgen Estelmann und Abdullah – in der stillen Hoffnung, dass den so bejubelten Herrn dann auch die Arbeit leichter gemacht würde.

Schließlich gab es natürlich auch Dank an SV-Vertreter Lea und Philipp, die gekonnt durch das Programm führten, das mit dem Schulsong beendet wurde, auf dass der gute Geist der Assembly durch weihnachtliche Gnade noch zusätzlich bereichert werde. „Gute Vorsätze, ihr könnt kommen, wir stehen bereit“, hörte der Schreiber in seiner Phantasie so manchen Schüler flüstern. Wünschenswert wär ’s. Und werden nicht an Weihnachten Wünsche erfüllt?

Text und Bilder: Gerhard Beil

Volle Ränge
Chor mit Moderatoren im Vordergrund
Tanz der Mädchen (Gruppe Esswein)
Dank an die Sekretärinnen
First Lego League
Tannengeflüster
Afrikasong

Rückblick und Ausblick

Schaffung von Schulidentität –

S C H O O L  -  A S S E M B L I E S

 

 

Weites Feld Schule

 

Unsere 2009 neu gegründete IGS hier in Rheinzabern fungiert als SCHULCAMPUS. Als „Weites Feld Schule“ im ganz wörtlichen Sinn ebenso wie auch als Schulgelände mit der auslaufenden Real- und Hauptschule. Die Gesamtschule ist mit 594 Kindern (davon 170 Ganztagskindern) und 46 Lehrerinnen und Lehrern als IGS im dritten gemeinsamen Jahr am Start. Alleinstellungsmerkmale sind in der Region überlebensnotwendig, in der Konkurrenz mit drei weiteren IGS in unmittelbarer Nähe im Kreis Germersheim. Eine gelingende Corporate Identity wiederum ist die Grundlage dessen.

 

Unsere Schulcampus-Vollversammlungen (SCHOOL-ASSEMBLIES) stellen ein solches Novum dar. Grundsätzlich natürlich als willkommene Abwechslung vom und als sinnvolle Ergänzung zum Schulalltag.

 

Gemeinschaft trägt sich selbst

 

Hier trifft sich mindestens vier Mal pro Schuljahr und immer nach Bedarf und Anlass in der großen Turnhalle oder im weiten Pausenhofrund im Freien die ganze Schulgemeinschaft, die ganze Schulfamilie. Die Gemeinschaft trägt sich selbst, sondiert und gestaltet somit auch die Inhalte selbst. Eingeladen sind immer alle Schüler, alle Lehrer, alle Angestellten und alle Eltern. Nicht selten sind auch Schulträger und Schulaufsicht partizipierende Ehrengäste. Überhaupt ist Partizipation das große Stichwort – ob zu Weihnachten oder zu Ostern, ob als Sommer-Abschluss- oder Herbst-Auftaktassembly : Alle nehmen gerne aktiv teil am Geschehen und sitzen auf dem Boden, für eine gemeinsame Zeitstunde gebannt um eine Mitte aus Mikrofonen und Band, Spielfläche und Kommunikationsplattform.

 

Eine bunte Palette

 

Geleitet und moderiert nach vorheriger Absprache von den Leitungsteams aus SEB, SV, ÖPR und SL und immer umrahmt von gemeinsam gesungenen Songs zum Zusammenführen ist die Palette weit und bunt : Als Präsentationsforum werden Aktionen aus den Klassen und Kursen vorgestellt (Theatersequenzen, Musikdarbietungen, Sporthighlights). Als Informationsforum nutzen über die Schulleitung hinaus alle diese Plattform gerne, um sich gegenseitig auf dem Laufenden zu halten. Schüler informieren Schüler über gemeinsame Aktionen (wir unterstützen Haiti, wir helfen Ostafrika); Eltern informieren Schüler über ihre Anregungen und Projekte (Sauberkeit und Höflichkeit im Alltag, Ernährungs- und Gesundheitsaktionen; Schulfeste und Sponsorenläufe. Ein leukämiekranker Junge aus der Gemeinde wird mit unseren erwirtschafteten Mitteln unterstützt). Und ganz natürlich kann auch der Schulleiter seine Vision einer gerechten Gemeinschaft leben und verwirklichen, den Schulfrieden lenken und wachsen sehen.

 

Austauschforum

 

Schließlich dient die Vollversammlung auf ganz natürlichem Wege auch als Austauschforum. Zum Beispiel ist dort die Idee unserer Nachhaltigkeitswochen geboren, wo über den Unterricht hinaus und dadurch diesen bedingend eine ganze Woche pro Halbjahr für ein selbst gestecktes Thema verwendet wird. So ging es schon um den „Internationalen Tag des Wassers“ und das „Internationale Jahr der Wälder“, allesamt UN-Aktionen. Auch Herausforderungen (wir kennen in unserer Schulphilosophie keine „Probleme“) werden nicht ausgespart : Offen werden Disziplin und Respekt im Umgang miteinander angemahnt, auch das ständige Rauchen und die Sauberkeit auf den Toiletten und die Müll-Situation sind Themen. Kritische Hinterfragung und Evaluation erfolgen in allen Gremien regelmäßig im Anschluss.

 

Haus des Lernens

 

Parallel entwickelt sich symbolisch ein „Haus des Lernens“ – von Assembly zu Assembly zieht sich wie ein roter Faden die Ergänzung dieses Modellhauses : Zuerst waren es mit Landrat und Regierungsschuldirektor Symbolsteine, dann kamen Latten und Bretter hinzu, es wurde Richtfest gefeiert. Zuletzt wurden im zurückliegenden Schuljahr in Kooperation mit Altersheim und Kindergarten vor Ort Ziegeln gestaltet und das Dach damit bunt und individuell gedeckt. Synergieeffekte sind über das sprichwörtliche „Corporate Thinking&Doing“ hinaus nicht eben nur die Stärkung der Gemeinschaft und das konfluente Miteinander. Ganz persönlich im kleinen, ersten Schritt wird die Bühne genutzt für das Selbstvertrauen und die Stärkung der uns im Schulleben anvertrauten Seelen.

 

Pete Allmann, StD

Initiator und Schulleiter am Schulcampus Rheinzabern

Kontakt : allmann@igs-rheinzabern.de

Erste Assembly am Schulcampus Rheinzabern!

Am 9.10.2009 fand die erste Assembly (=Versammlung) aller Schüler (Realschule Plus, Stufen 6-9, und IGS, Stufe 5,) gemeinsam in der Sporthalle statt.

Um das Fundament für den neuen Schulcampus symbolisch zu stärken, legten Lehrervertreter (Personalrat), Schülervertreter (SMV) und Elternvertreter (Schulelternbeirat) einen kreativ gestalteten Pflasterstein ab.

StD Allmann moderierte die Veranstaltung, wobei zwischendurch der Schulsong und "this little light of mine" gesungen und Wegweisendes besprochen wurde.
Hierbei wurden auch die Sieger des Ballonwettbewerbes in einem würdigen Rahmen bekannt gegeben; ein Ereignis, dem die Fünftklässler schon seit Tagen entgegenfieberten.

Natürlich kamen auch die Schüler zu Wort. Dies soll in Zukunft ausdrücklich noch stärker dahingehend erfolgen, dass jene sich und ihre Themen bereits bei der Planung der nächsten Assembly und deren Umsetzung einbringen.
Wir sind mal gespannt, welcher Schülerband wir beispielsweise beim nächsten Mal zujubeln dürfen.
Verbindungen zwischen den Schularten konnten die Schüler symbolisch mit einem Wollknäuel selber knüpfen, so dass der Zusammenhang des Einzelnen mit der Schulgemeinschaft noch einmal spielerisch erfahren werden konnte.
Dass der Faden des Zusammenhaltes noch ein leicht zerreißbarer Wollfaden ist, macht deutlich, dass wir behutsam mit den Individuen der Schulgemeinschaft umgehen müssen, damit jeder seinen Platz einnimmt, an dem er sich wohlfühlt, und etwas für die Schulgemeinschaft leisten kann.

 
 


IGS und RS+ Rheinzabern, Jockgrimer Straße 100, 76764 Rheinzabern, Telefon: (07271) 95 87 30, Fax: (07271) 95 87 20, E-Mail