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Hilfsaktionen der IGS/RS+

IGS/RS+ hilft Nils! (Juni 2011)

Im Beisein von Landrat Dr. Fritz Brechtel traf sich am Samstag, 25.6.2011, ein kleiner Kreis von Vertretern der IGS/RS+ Rheinzabern, um die Solidarität mit dem kleinen Nils und seiner Familie zum Ausdruck zu bringen. Schulleiter Allmann, Frau Gartner vom Schulelternbeirat, Marc Nehlig, SV-Sprecher, Stefan Strauch und Joachim Wolf von der Fachschaft Sport, Mutlu Günay-Apfel und Nina Gehrlein, Initiatorinnen der DKMS-Typisierungsaktion vom 22. Mai 2011, sowie Ortsbürgermeister Gerhard Beil wollten unbedingt das verbleibende schmale Zeitfenster nutzen, bis der kleine Nils in die Klinik nach Freiburg einrückt. Dann wird der „kleine Ritter“ Nils den Kampf seines Lebens bestehen müssen. Mit sechs Jahren steht ihm eine Stammzellentransplantation bevor, eine äußerst komplizierte Angelegenheit, eine riesige Belastung für den jungen Körper, aber auch für Schwester, Eltern, Großeltern und Verwandte des Jungen. Wenn alles komplikationslos verläuft, kann er im Oktober mit einer Rückkehr nach Hause rechnen. Unzählige Menschen werden regelrecht mitfiebern. Sicherlich auch viele Kinder und Lehrer der IGS/RS+ Rheinzabern.

Schulleiter Pete Allmann sicherte den Eltern von Nils, Angelika und Marc Walterscheid, zu, dass die IGS/RS+ aus dem Ergebnis ihres Benefizlaufes am 25. Mai 2011 den Betrag  von 5.000,-- Euro für Nils zur Verfügung stellt. Damit sollen die noch offenen Kosten für die Typisierungsaktion gedeckt, davon soll aber auch Hilfe im Umfeld übernommen werden. Und es wird noch einiges auf die junge Familie und den kleinen Nils zukommen. Mit großem Engagement war dieser Benefizlauf von der Fachschaft Sport veranstaltet worden. Schüler suchten sich Paten, die ihnen für jede gelaufene Runde einen bestimmten Betrag zusagten. 10.200,-- Euro waren so zusammen gekommen, die zum Teil auch an die Patenschule in Vaugan/Togo gehen, aber auch an einen schuleignen Hilfsfonds.

Schulleiter Allmann betonte auch den pädagogischen Aspekt der Benefizaktion, will man doch den weiteren Weg des Jungen „begleiten“. Ortsbürgermeister und Lehrer Gerhard Beil verdeutlichte: Die Kinder sollen sich damit auseinander setzen, dass nicht alles nur sun and fun, jugendlich und gesund ist, sondern der Mensch auch schwach, krank und gebrechlich werden kann – auch im jungen Alter. Jeder kann jederzeit in solch eine Notlage kommen, wie sie nun der kleine Nils aushalten muss.

Für diesen hatte eine Typisierungsaktion der DKMS die berühmte „Stecknadel im Heuhaufen“ gefunden – einen geeigneten Spender – genau wie auch aus der Rheinzaberner Typisierungsaktion anderen Leukämiekranken geholfen werden kann. So befindet sich zurzeit die Mutter eines IGS-Kindes zum Empfang von Stammzellen in der Klinik. Vater Marc Walterscheid wie auch die beiden Initiatorinnen der Typisierungsaktion, Mutlu Günay-Apfel und Nina Gehrlein, besuchten die ehemalige Römerbadschule, womit eine besondere Bindung von Betroffenen zum Haus IGS/RS+ besteht.

Vergleichend mit dem Ergebnis jüngster Typisierungsaktionen in Großstädten, bezeichnete der Ortsbürgermeister die Aktion auch als hervorragendes Beispiel von Integration (hier erwähnte er Rashan Bozkurt und ihre vielen deutsch-türkischen Freunde und Bekannten), Gemeinsinn, Solidarität und spontanem ehrenamtlichem Bürgerengagement – eben weil Rheinzabern eine überschaubare Gemeinde ist – und nicht anonym. Dies sei allgemein eine Stärke des ländlichen Raumes, betonte der Landrat, an den auch nochmals ein herzlicher Dank für die Schirmherrschaft und seine vielfältige Unterstützung erging.

Die Eltern des kleinen Nils freuten sich sichtlich über die Solidarität und die Anteilnahme am Schicksal des Kindes und berichteten aus dem Alltag des Jungen, dem wir alles Gute wünschen, vor allem unendliche Kraft und unsägliche Geduld. Möge Gottes Segen das Kind bewahren, damit es kämpfen kann wie ein tapferer Ritter.

Text und Bild: Gerhard Beil

Unser Foto (Beil), aufgenommen vor dem sich im Bau befindlichen „Haus Schule“, zeigt v.l.: Mutlu Günay-Apfel, Pete Allmann, Stefan Strauch, Marc und Angelika Walterscheid, Nina Gehrlein, Dr. Fritz Brechtel, Christine Gartner, Marc Nehlig, Joachim Wolf und Gerhard Beil
 
 


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