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zum NEWSarchiv / Aus dem Pfalz-Express vom 06.11.2018: Rheinzabern: „La France“ im Mittelpunkt – Matinee der IGS begeistert

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Rheinzabern – Die jüngste Matinee der IGS Rheinzabern begeisterte wieder das Publikum mit einer bunten musikalischen Mixtur. Im Mittelpunkt stand Frankreich, nicht zuletzt auch in Erinnerung an das Kriegsende 1918.

 

Die ehemaligen Erbfeinde Deutschland und Frankreich leben heute als Kern von Europa friedlich miteinander. Statt patriotisch übersteigerter Marschmusik von einst erklangen friedliche Weisen. Dies war im Jahre 1918, am Ende der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, ebenso unvorstellbar wie 1945, denn dem Grande Guerre, wie der Weltkrieg 1914-1918 in Frankreich heißt, sollte ja bekanntlich ein zweiter Weltkrieg folgen.

 

1918 ist auch das Todesdatum von Claude Debussy, einem der wichtigsten französischen Komponisten des Impressionismus und des Übergangs zum 20. Jahrhundert. Deshalb bildeten die Estampes von Claude Debussy den Schwerpunkt der Veranstaltung. Ob Pagodes, La soirée dans Grenade oder Jardin sous la pluie – Eric Ledesma, Musikhochschule Karlsruhe, interpretierte das Werk auf eindrucksvolle Weise und erntete tosenden Beifall.

 

Zum Programm leisteten natürlich auch Schülerinnen und Schüler ihren Beitrag. Elena Brunner (12) trug auf dem Klavier The meadow (Alexandre Desplat) vor, Ardit Malaj (12) spielte Comptine d’un autre été (Yan Tiersen) und Julius Herold gab als Gast eine Eigenkomposition im Stil von Chopin zum Besten, einen Walzer in g-Moll. Für Gesang sorgten Kim Wiesler (8d) und Sophia Breypohl (8c) mit I hate you, I miss you (Olivia O’Brian, Gnash), Sophia Breypohl sang außerdem What about us (Pink). Schließlich fehlte auch Max Pfirrmann (6a) nicht. Humorvoll und pfiffig war sein Je ne parle francais (Namika).

 

Lehrerin Dorothee Jehling stimmte die Gäste mit dem Gitarrensolo Asturias (Isaac Albeniz) auf das Konzert ein, zu dem auch die Lehrerband ARD-Trio con amici mehrere Stücke beitrug. Eindrucksvoll das Je veux (T. Solanilla, K. Soltani, Zaz), das melancholische Biscaya (James Last) und schließlich der Ohrwurm Aux Champs-Élysées (M. Wilsh, M. Deighan, P. Delanoé, H. Bradtke), akzentuiert durch mehrere Instrumentalsoli. Hinter dem ARD-Trio con gli amici stehen Schulleiter Axel Weinstein und die Lehrkräfte Rolf Kern (Keybord), Dorothee Jehling (Gitarre, E-Bass), Sebastian Hackel (Klarinette), Stephan Strauch (Cajon), Christin Vorpahl (Gesang) und Mieke Kraft (Akkordeon).

 

Insgesamt ein heiterer und dennoch nachdenklicher musikalischer Sonntagmorgen – ganz im Sinne des französischen Dichters Victor Hugo, wonach man mit Musik etwas ausdrücken kann, wenn Worte versagen. Eine gute Werbung für die Schule und ein hervorragender kultureller Beitrag für die ganze Verbandsgemeinde Jockgrim. (gb)

 



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